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Die Chronik des Vereins lässt sich am Besten durch die vielen Presseberichte dokumentieren. Wir freuen uns sehr darüber, dass die Arbeit des Fördervereins Palliativ Pro von so großem öffentlichen Interesse ist.

2021-05-10: 1200 Euro: Salon Claus spendet den Tombola-Erlös an PalliativPro

Steffi Balser Salon Claus Nidda spendet an PalliativPro

Steffi Balser überreicht symbolisch eine Spende in Höhe von 1200 Euro.

Text und Foto: Jutta Königsfeld

„In unserem Salon wird uns nicht nur der Haarschnitt anvertraut. Wir hören allerlei lustige und interessante Geschichten, manchmal erfahren wir aber auch von sehr persönlichen Schicksalen, die uns nachhaltig bewegen.“ Steffi Balser pflegt mit ihrem Team im Friseursalon Claus in Nidda ein sehr persönliches Verhältnis zu ihren Kund*innen. So kam ihr die Idee, trotz Corona, Lockdowns und den Beschwernissen der Pandemiezeit eine Weihnachtstombola zu organisieren und einer guten Sache zu widmen. Als Preise konnte die Friseurmeisterin Produkte ihrer Lieferanten rekrutieren, stellte aber auch Gutscheine für Dienstleistungen im Salon aus.

„Dann haben Sie ja obendrein Ihre eigenen Leistungen in den Topf geworfen!“ bemerkt Dr. Holger Hauch bei der Scheckübergabe. Und aufgerundet habe sie auch noch, bestätigt Balser. Insgesamt kamen knapp 1000,-€ zusammen, die sie auf 1200,-€ aufgestockt hat. „Die Spendenbox lassen wir jetzt einfach dauerhaft stehen. Sie wurde gut angenommen und die Kund*innen sind ebenso begeistert von der Arbeit des Kinderpalliativteams, wie wir.“

Durch die Lockdowns hat sich die Aktion etwas ins Frühjahr gezogen, doch nun fand die Übergabe zugunsten des Kinderpalliativteams Mittelhessen an PalliativPro e.V. statt. Dr. Hauch nutzte die Gelegenheit, um die Arbeit mit schwerstkranken Kindern und ihren Familien vorzustellen.
Palliativbetreuung zu Hause steht jedem Menschen mit einer schweren, die Lebenserwartung einschränkenden, Krankheit zu und die medizinische Betreuung wird von den Krankenkassen abgedeckt. „Die Vereinsmittel nutzen wir als unbürokratische Kriegskasse für die Lösung von Problemen oder die Unterstützung von Maßnahmen, die über die Leistungen der Krankenkassen hinaus gehen.“ Die besondere Belastung einer Familie mit einem schwerstkranken Kind führt nicht selten zu Engpässen, bei denen eine schnelle Unterstützung zu einer unmittelbar spürbaren Entlastung der ganzen Familie führt. Auch die psychologische Unterstützung der Familie wird durch PalliativPro finanziert.

„Wir sind regelmäßig bei unseren kleinen Patient*innen zu Hause, sorgen für eine optimale Versorgung durch die Ärzte und Pflegedienste vor Ort, sind rund um die Uhr erreichbar und im Ernstfall jederzeit zur Stelle. Wir haben ein Ohr für alle Sorgen und manchmal eben auch eine Lösung für ein Problem, das über die reine Medizin hinaus geht.“ In diesem Sinne bedankte sich Dr. Hauch nochmals ausdrücklich bei Steffi Balser und ihren Kund*innen für die gelungene Aktion.

 

2021-04-15: Grundschüler basteln zu Ostern - Spenden Geld an kranke Kinder

2021 Kinder spenden Kinderpalliativteam Mittelhessen
Mit Sparschwein und Osterheft: Lennart Baumgart (l.) und Joris Abel (r.) vor dem Überreichen ihrer Spende an das Kinder-Palliativ-Team des Uniklinikums Gießen.
Foto © Kim Luisa Engel

Spende kommt in voller Höhe schwert- und unheilbar erkrankten Menschen zugute

Oftmals haben die Kleinsten das größte Herz. Zwei Grundschüler aus Lollar haben mit ihrer Oster-Bastelei Geld gesammelt und an das Kinder Palliativ-Team der Uni-Klinik gespendet.

Der auf Papier ausgedruckte Osterhase ist bunt angemalt. Er erstrahlt in leuchtendem Grün, Gelb, Pink, Orange und Blau. In großen, ebenso bunten Lettern prangt das Wort »Frohe Ostern« über seinen Löffeln. An das Blatt ist ein zweites getackert. Darauf steht, am Computer geschrieben, folgendes: »Hallo wir wünschen ihnen frohe Ostern und das ihre Familie gesund bleibt«. Auch ein paar Schreibfehler haben sich in das selbstgebastelte Osterheft geschlichen. Kein Wunder, seine Autoren besuchen nämlich gerade mal die erste und zweite Klasse.

Lennart Baumgart aus Lollar hat die Zeitschrift zusammen mit seinem Freund Joris Abel entworfen. »Joris habe ich da so mit reingezogen«, sagt der Achtjährige über seinen sieben Jahre alten Nachbarn. Nachdem Lennart die Motiv-Blätter ausgedruckt hatte, wurde stundenlang gemalt und gebastelt. Beim Werkeln kam den Jungs die zündende Idee: Sie könnten doch die österlichen Heftchen in der Nachbarschaft verteilen und an Karfreitag Geld für den guten Zweck einsammeln.

UKGM Gießen: Grundschüler aus Lollar spenden Geld

Gesagt, getan. Lennarts Vater, Thomas Baumgart, hörte an diesem Tag nur noch ein: »Wir gehen jetzt los, Papa.« Joris Mutter hingegen, Christina Abel, erfuhr erst am Abend, was ihr Sohn zusammen mit dem Nachbarsjungen veranstaltet hatte. »Wir waren wirklich gerührt, dass sie das ganz alleine auf die Beine gestellt und auch an andere Kinder gedacht haben, denen es nicht so gut geht«, sagt Thomas Baumgart. Er und Christina Abel sind ebenfalls seit Kindertagen Nachbarn und Freunde.

139 Euro haben die beiden Jungs bei der Spendenaktion eingesammelt. Die Nachbarn hätten meist Münzen, um die fünf Euro, gegeben. »Uns war klar, dass keine Riesensumme zusammenkommt, aber es ging um die Geste«, sagt Thomas Baumgart. Für den guten Zweck hätten die Eltern und Großeltern dann noch ein bisschen draufgelegt.

UKGM Gießen: Kinder Palliativ-Team freut sich über Spende

Zusammen mit ihren Eltern entschieden Lennart und Joris auch, wem sie das gesammelte Geld spenden wollen. »Zuerst habe ich an ein Kinderheim gedacht«, sagt Lennart. Da es aber in der Nähe keine solche Einrichtung gibt, schlug sein Vater die Kinderkrebsstation des Uniklinikums Gießen (UKGM) vor.

»Die Idee dahinter war, lokal zu unterstützen. Kinder für Kinder sozusagen«, erklärt Thomas Baumgart. Und die Idee kam an. Das »Kinder Palliativ-Team Mittelhessen« zeigte sich hellauf begeistert von der Spende. »Wir waren sehr verblüfft und haben uns riesig gefreut«, sagte Kinderkrankenschwester Carina Ehlert durch ihre medizinische Maske hindurch. Sie nahm die Spende zusammen mit Ärztin Vera Vaillant und Pflegeleitung Beate Vollbrecht entgegen. Letztere versprach den Jungs aus Lollar noch, dass das Geld einem »ganz, ganz guten Zweck« zugutekomme.

UKGM Gießen: Jungs aus Lollar sind stolz auf sich

Das Team habe sich aber noch keine konkreten Gedanken gemacht, wie es die Spende einsetzen wolle, sagte Ehlers. Die Kosten für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) werde zwar von den Krankenkassen gedeckt, jedoch benötigen Patienten und deren Familie oft deutlich mehr Unterstützung - vor allem in den Bereichen psychologische Hilfe, Betreuung und Sozialberatung. »Das gesammelte Geld wird also auf jeden Fall für die Patienten und deren Eltern eingesetzt«, sagt Conny Pyritidou, ebenfalls Krankenschwester. Auch Lennart und sein Vater sind sich sicher: »Hier wird das Geld am nötigsten gebraucht.«

Kinderkrankenschwester Ehlers kann sich nicht erinnern, dass es schon einmal vorgekommen ist, dass Kinder aus eigenem Antrieb heraus »ihr« Geld an das Palliativ-Team gespendet hätten. Das sei wirklich toll, sagt Ehlers und fragt ihre Kollegin, was sie mit acht Jahren gemacht habe. »So etwas nicht, nur Quatsch«, antwortet diese. »Ach, Quatsch machen wir auch«, sagt Lennart und lacht.

Trotzdem wissen die Jungs aus Lollar auch, was sie geleistet haben. »Wir sind sehr stolz auf uns«, geben beide zu. Sie überlegen sogar, die gute Tat nun zur Tradition werden zu lassen. »Vielleicht machen wir das jetzt jedes Mal zu Ostern, oder sogar an jedem Feiertag«.

 

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